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Berufsbegleitende
Zusatzqualifizierung
Jungenarbeit kompakt
Zertifizierte Ausbildung zum Jungenarbeiter
Jungen
brauchen (auch) Männer...
Um ihr Jungesein und ihr Mannwerden
gut bewältigen zu können,
brauchen Jungen Männer: Als Vorbilder,
als Begleiter, als Mitfühler,
zur Orientierung und um sich abzugrenzen.
Männer erinnern sich oft daran,
wie es ist, ein Junge zu sein. Sie
kennen deren Ängste, Wünsche
und Nöte aus eigener Erfahrung.
Was brauchen Jungen von heute für
ihren weiteren Lebensweg, für
ihr Jungesein und Mannwerden? Wie
können wir sie da abholen, wo
sie stehen? Wie kann „Mann“
aus seinem eigenen Erfahrungswissen
schöpfen? Was können Männer
Jungen an positiv Männlichem
mitgeben?
Für professionelle Arbeit mit
Jungen ist es aber nicht damit getan,
selbst Junge gewesen zu sein. Das
wichtigste Handwerkszeug in der Jungenarbeit
ist der Jungenarbeiter selbst: Von
seiner Person hängen Wirkung
und Erfolg der Jungenarbeit ab. Er
wirkt durch seine Persönlichkeit,
durch seine Kompetenzen und seine
Professionalität. Jungenarbeiter
zu sein ist damit eine anspruchsvolle
Aufgabe. Fachliche und persönliche
Weiterentwicklung und die Auseinandersetzung
des Pädagogen mit seiner Geschlechtlichkeit
sind wesentliche Voraussetzungen für
gelingende Jungenarbeit.
Wer mit Jungen in Jugendarbeit, Jugendhilfe
und Schule gut und professionell arbeiten
will, benötigt deshalb neben
einer Grundqualifikation auch geschlechtsbezogenes
Basiswissen, persönliche Kompetenzen,
den jungenspezifischen „Genderblick“
und ein weites Methodenrepertoire.
In der „Zertifizierten Zusatzausbildung
zum Jungenarbeiter – Jungenarbeiter
kompakt“ wird männlichen
pädagogischen Fachkräften
die Möglichkeit geboten, sich
in diesen Bereichen weiter zu entwickeln
und zu qualifizieren.
Was
ist Jungenarbeit? Die Thematik der
Zusatzausbildung
Jungenarbeit meint die geschlechtsbezogene
pädagogische Arbeit erwachsener
(Fach-)Männer mit Jungen, männlichen
Jugendlichen und jungen Männern.
Geschlechtshomogenität ist dabei
die zentrale strukturelle Intervention
und grundlegende methodische Arbeitsweise:
Jungenarbeit findet unter Jungen und
mit männlicher Begleitung statt.
Allerdings ist Geschlechtshomogenität
kein Wert an sich, sondern muss gestaltet,
fachlich gefüllt und gehalten
werden, damit sie Jungen nützt
und in der Arbeit mit Jungen positiv
wirksam wird.
Nutzen
der Zusatzausbildung
Sie arbeiten kompetent, souverän
und professionell mit Jungen. Sie
verstehen Jungen "als Jungen",
haben einen differenzierten Blick
für die spezifischen Lebens-
und Problemlagen, in denen sich Jungen
befinden und finden hier Zugang. Sie
beherrschen Methoden, die zu Ihnen,
Ihrem Arbeitsfeld und zu den Jungen
passen, mit denen Sie es zu tun haben.
Das ermöglicht Ihnen, Stärken
und Ressourcen der Jungs zu erkennen
und sie individuell zu fördern.
Sie setzen sich Ziele für die
Arbeit mit Jungen und wissen, wie
Sie ihre Ziele erreichen können.
Sie sind sich den Facetten Ihres Mannseins
in der Bedeutung Ihrer Arbeit mit
Jungen bewusst. Sie übernehmen
Verantwortung für sich und für
Ihre Arbeit mit den Jungen.
Ziele
der Zusatzausbildung
Sie erhalten praxisrelevante Informationen:
über das Jungesein heute, die
Lebenslagen von Jungen, Geschlechtertheorien
und über die geschlechtsbezogene
pädagogische Arbeit mit Jungen.
Sie erwerben Methoden zur Umsetzung
von geschlechtsreflektierter Jungenarbeit.
Sie bekommen Kompetenzen vermittelt,
wie Jungenarbeit konzeptionell umgesetzt
werden kann.
Sie reflektieren Ihre pädagogische
Praxis mit Jungen und evaluieren neue
Ansätze im eigenen Berufsfeld.
Sie setzen sich mit Ihrer Person,
Ihrer Rolle als Mann und mit Ihrer
Professionalität in der Arbeit
mit Jungen auseinander.
Fachgebiete
und Anwendungsfelder
Sie erwerben einschlägige Schlüsselqualifikationen
zur geschlechtsspezifischen Arbeit
mit Jungen. Sie ermöglicht es
ihnen professionell mit Jungen, männlichen
Jugendlichen und jungen Männern
zu arbeiten, z.B. in der Kinder- u.
Jungendarbeit, der ambulanten und
stationären Jugendhilfe, in Schulsozialarbeit,
Schule, Kindertagesstätte, Hort.
Ethisches
Selbstverständnis
Wir gehen davon aus, dass Menschen
respektvoll, spielerisch und durch
aktive Teilnahme lernen. Eine gute
Atmosphäre, die auf Vertrauen
im gemeinsamen Handeln basiert, fördert
die persönliche und fachliche
Entwicklung der Teilnehmer. Fachliches
und methodisches Handwerkszeug ist
der Schlüssel für professionelle
Handlungskompetenz.
Inhalte
der Seminarblöcke
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Inhalte
der Seminarblöcke |
Termin |
| Seminar
1 |
"Die
Basics“ - Einführung
und Grundlagen der pädagogischen
Arbeit mit Jungen |
27.
- 29. September 2012 |
| Seminar
2 |
Lebenslagen,
Jungenleben - Von der Theorie
zum Jungen zur Praxis |
22.
- 24. November 2012 |
| Themenmodul
1 |
Jungen
in der Schule |
19.
- 20. Februar 2013 |
| Themenmodul
2 |
Körper,
Liebe, Sex |
14.
- 15. März 2013 |
| Seminar
3 |
Jungesein
und Migration - eine doppelte
Hypothek? |
25.
- 27. April 2013 |
| Themenmodul
3 |
Aggression,
Gewalt, Aggressionskultivierung |
17.
- 18. Juli 2013 |
| Themenmodul
4 |
Praxis,
Praxis, Praxis |
12.
- 13. September 2013 |
| Seminar
4 |
„Reflektierte
Praxis“ - Reflexion der
Praxisprojekte und -erfahrungen,
Rückblick, Abschluss |
14.
- 16. November 2013 |
Methodik
und Didaktik
Alle Module mit Praxistransfer, Vortrag,
Einzelarbeit, Plenumsarbeit, (jungenspezifische)
Methoden, Intervisionsgruppen, Bearbeitung
und Dokumentation eines persönlichen
Projekts, Literaturstudium, Aufgaben
zur Vor- oder Nachbereitung
Bestandteile der Zusatzausbildung
Die
Zusatzausbildung gliedert sich in
vier Seminarblöcke mit jeweils
drei Tagen (Seminar 1 bis 4) sowie
zwei Themenmodule mit jeweils zwei
Tagen, die aus einem Angebot von vier
Themenmodulen ausgewählt werden
können. Zwischen den Modulen
finden (mindestens) fünf Treffen
(jeweils mindestens 3 Stunden) in
selbstorganisierten Intervisionsgruppen
statt.
Vor- oder Nachbereitung sind ebenfalls
verbindliche Elemente der Zusatzausbildung.
Referenten
Fachliche Leitung: Dr. Reinhard Winter
(Pädagoge). Gastreferenten aus
Hochschule und Praxis werden zu einzelnen
Themen hinzugezogen.
Zertifikat
Nach erfolgreicher Teilnahme
erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat
des Institut für Fort- und Weiterbildung,
Forschung und Entwicklung (IF) der
Katholischen Stiftungsfachhochschule
München.
Kooperationspartner
Die Zusatzausbildung wird in Kooperation
mit dem Institut für Fort- und
Weiterbildung, Forschung und Entwicklung
(IF) der Katholischen Stiftungsfachhochschule
München, dem Stadtjugendamt München
/ Beauftragter für Belange von
Jungen und jungen Männern durchgeführt.
Zielgruppe der Zusatzausbildung
Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe,
der sozialen Arbeit, Lehrer aus allen
Schularten, Mitarbeiter der außerschulischen
und der beruflichen Bildungseinrichtungen,
sowie Fachkräfte im Ausbildungsbereich
Teilnahmevoraussetzung
Fachliche pädagogische Ausbildung
und mindestens drei Jahre Berufserfahrung
sowie aktuelle Arbeit mit Jungen
Organisatorisches
Leitung: Ferdinand Walser
M.A.
Organisation: INPUT e.V.
Beginn der Ausbildung: 27.–29.
September 2012
Ort: München
Teilnehmer: maximal 18
Bewerbung: Schriftliche Bewerbung
mit Nachweis der Zugangsvoraussetzungen,
Motivationsschreiben und Lebenslauf
an INPUT e.V.
Kosten: 1890,– Euro (eventuell
entstehende Kosten in einer Tagungsstätte
werden gesondert berechnet); zahlbar
in drei Raten (ermäßigt
für Mitarbeiter im Bereich des
Jugendamts München)
Anmeldeschluss: 27. August 2012
Anmeldung bei: INPUT e.V., Sandstr.
41, 80335 München, Tel. (089)29160463,
E-Mail info@inputseminare.de
Weitere
Informationen erhalten Sie von Herrn
Walser bei INPUT unter Tel. (089)
29160463 oder E-Mail info@inputseminare.de
Anmeldungen
richten Sie bitte schriftlich an INPUT
e.V., Sandstr. 41, 80335 München
oder per Fax (089) 291 34 45.
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Kontaktformular
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