"Die Welt ist nicht, wie sie ist, sondern wie wir sind."
E. von Hirschhausen  
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Zusatzausbildung zur Schulsozialarbeit und Jugendsozialarbeit an Schulen

Schulsozialarbeit hat sich als Arbeitsfeld inzwischen gut etabliert. Die Frage nach dem Selbstverständnis ist in diesem Arbeitsfeld zentral. Selbst für erfahrene Fachkräfte in der Schulsozialarbeit erweist es sich als schwer, in diesem interprofessionellen Kontext sich klar zu positionieren. Die Begegnung mit dem System Schule erfordert ein klares professionelles Fundament auf der Basis der Eigenständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe. Das Selbstverständnis der Kinder- und Jugendhilfe, ein diagnostisches Handwerkszeug (was tue ich warum?), die Kenntnis der Organisationskultur von Schule und methodische wie persönliche Kompetenzen bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Schulsozialarbeit. Auch die Diskussion um eine zu verändernde Schule hat spätestens seit der PISAStudie begonnen. Die Schulsozialarbeit kann in diesem Prozess ein wichtige Rolle einnehmen. Die Ausbildung will nicht nur eine fachliche Qualifizierung leisten, sondern die eigene Standortbestimmung sowie einen kollegialen Austauschprozess fördern. Die Teilnehmer/innen entwickeln in der Ausbildung eine klare Perspektive, bei der die Anforderungen der Stelle wie auch das eigene Profil reflektiert und weiterentwickelt werden.
Die Ausbildung enthält neben den fachlichen Inputs einen prozessorientierten Klärungs- und Entwicklungsaspekt. Der fachliche Austausch und die Reflexion der Teilnehmer/innen haben einen hohen Stellenwert und finden sowohl in den Ausbildungsmodulen als auch in den Intervisionsgruppen statt. Der Bezug auf die eigene Praxis und der Transfer in die eigene Praxis werden damit stark in die Ausbildung integriert.

Zielsetzung der Ausbildung
Die Teilnehmer/innen erhalten einen Überblick über das Arbeitsfeld Schulsozialarbeit und entwickeln ein klares Selbstverständnis zur Rolle und Aufgabenstellung von schulbezogenen Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe. Sie sollen ihr Arbeitsfeld am Ende der Ausbildung sicher beherrschen. Die eigene Standortbestimmung ermöglicht durch die genaue Verortung der eigenen Ansatzmöglichkeiten eine gelingende Umsetzung von Schulsozialarbeit. Die Auseinandersetzung mit den Rahmenbedingungen und Organisationskulturen der Systeme Jugendhilfe und Schule bildet die Grundlage für eine gelingende Kooperation mit Schule. Praktisches Handlungswissen sowie methodisches und diagnostisches Handwerkszeug werden vermittelt.


Inhalt der Ausbildung
Modul 1 (15.–19. November 2010): Einführung in die Schulsozialarbeit, Entwicklung und aktueller Stand, Auftrag und Rolle aus der Perspektive der Jugendhilfe – eigenes Profil klären, Feldbeschreibung der Schulsozialarbeit entwickeln
Modul 2 (Februar 2011): Kollegiale Beratung, Kooperationen innerhalb der Schule, Kooperationen mit sozialen Netzwerken und Bildungslandschaften, Präsentation und Moderation
Modul 3 (Mai 2011): Einzelfallhilfe, Sozialpädagogische Intervention / präventive Gruppenarbeit
Modul 4 (Oktober 2011): Zwischenreflexion, Training sozialer und personaler Kompetenzen, Berufsorientierung
Modul 5 (Februar 2012): Sozialpädagogische Diagnostik / Begründung für das fachliche Handeln, Elternarbeit, Migration
Modul 6 (Juni 2012): Ausbildungsabschluss

Methoden
Impulsreferate, Literaturstudium, Kleingruppenarbeit, Fallarbeit, praktische Übungen, kollegiale Beratung, Hausarbeiten, Situationsanalyse, Praxisreflexion

Bestandteile
Die Zusatzausbildung umfasst folgende Bestandteile:
6 Module mit 21 Tagen Fortbildung, 10 Intervisionen, 2 halbtägige Supervisionen

Referent/innen
Stefan Fischer, Mahmut Gergerli, Hartmut Kick, Prof. Dr. Bernhard Lemaire, Prof. Dr. Hermann Sollfrank, Monika Stamm, Georg Vogel, u.a.

Zielgruppe
Sozial/pädagogische Fachkräfte, die im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe Angebote an der Schule durchführen, Mitarbeiter/innen in der Schulsozialarbeit

Teilnahmevoraussetzung
Abgeschlossene sozial/pädagogische Ausbildung, aktuelle Tätigkeit in der Schulsozialarbeit

Kooperationspartner

Die Zusatzausbildung wird in Kooperation mit dem Stadtjugendamt München und der Katholischen Stiftungsfachhochschule München durchgeführt.

Zertifikat
Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmer/ innen ein Zertifikat von INPUT e.V.

Organisatorisches
Dauer: November 2010, Ende Juni 2012
Beginn: 15. – 19. November 2010
Leitung: Ferdinand Walser M.A. (INPUT e.V.)
Organisation: INPUT e.V.
Ort: München/Erdweg
Teilnehmerzahl: mind. 10 / max. 18
Seminarkosten: EUR 2280,– (Seminarpreis) zzgl. Übernachtungs-/ Verpflegungskosten für Modul 1 (ca. 270,– Euro)
Zahlungsweise: in 3 Raten
Anmeldeschluss: 30. September 2010

Ausführliche Informationen erhalten Sie auf Anfrage bei:
INPUT e.V., Sandstr. 41, 80335 München, Tel. (089)29160463, E-Mail info@inputseminare.de

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