| |
Berufsbegleitende
Zusatzqualifizierung
Zertifizierte Ausbildung in Mediation
2010/2011
Mediation
ist ein Weg der Konfliktlösung,
der in vielen Arbeitsfeldern und Lebensbereichen
erfolgreich angewendet werden kann.
Mediation heißt wörtlich
übersetzt Vermittlung. Gemeint
ist die Vermittlung in Streitfällen
durch neutrale Dritte, die von beiden
Konfliktparteien akzeptiert werden.
Die MediatorInnen helfen den Konfliktbeteiligten
eine einvernehmliche Lösung ihrer
Konflikte zu finden. Aufgabe der MediatorInnen
ist es also nicht, ein Urteil zu sprechen
oder einen Schiedsspruch zu fällen;
vielmehr geht es darum, die Konfliktparteien
(mittels Empowerment, Allparteilichkeit
und geeigneten Gesprächsführungsmethoden)
zu unterstützen, selbstständig
und eigenverantwortlich eine ihren
Interessen und Bedürfnissen entsprechende
faire, angemessene, klare, nachhaltige
Konfliktlösung zu erarbeiten.
Mediation hat in Deutschland seit
Ende der 80er Jahre einen „Siegeszug“
durch verschiedene Felder angetreten
und ist inzwischen insbesondere in
der Familienmediation (bei Trennung
und Scheidung), Arbeitsplatzmediation
(bei Arbeitsplatzkonflikten und im
Vorfeld von Mobbing), Wirtschaftsmediation,
Schulmediation, im Täter-Opfer-Ausgleich,
in der Großgruppenmediation
(z.B. im Umweltbereich) und in der
interkulturellen Mediation weit verbreitet,
gut etabliert und sehr akzeptiert.
Zielsetzung
und Zielgruppen der Zusatzausbildung
in Mediation
Ziele
Die Zusatzausbildung von KOMED-München
orientiert sich an den Standards des
Bundesverbandes Mediation e.V. und
wird dementsprechend anerkannt bzw.
zertifiziert. Bereits während
der Ausbildung wird Mediation praktiziert
und werden Falldokumentationen erstellt.
Die TeilnehmerInnenzahl ist auf maximal
18 begrenzt.
In der vorliegenden, konzeptionell
ausgereiften und bewährten Ausbildung
(in Kooperation von INPUT e.V. und
dem langjährig tätigen und
erfahrenen Mediationsinstitut KOMED-München)
werden die TeilnehmerInnen befähigt,
als MediatorInnen in den o.g. Arbeitsfeldern
freiberuflich tätig zu werden
und/oder die Fähigkeiten und
Kompetenzen innerhalb der eigenen
Institution, z.B. im Schulbereich
und in der Jugendhilfe, oder im betrieblichen
Kontext im Rahmen von Konfliktmanagement,
z.B. in der Personalentwicklung, oder
als Betriebsrat, als LeiterIn usw.
anzuwenden. Die Zusatzausbildung ist
im Modulsystem aufgebaut. Diese Konzeption
ermöglicht auch denjenigen die
Teilnahme, die nicht die gesamte Ausbildung
absolvieren wollen, sich aber für
ein einzelnes Seminar interessieren.
Zielgruppe
Fachkräfte aus unterschiedlichen
Branchen (aus dem Profit- und Non-Profit-Bereich):
(Sozial-)PädagogInnen, Lehrkräfte,
JuristInnen, ErzieherInnen, BeraterInnen,
Betriebs- und Personalräte, LeiterInnen,
MitarbeiterInnen im Personalwesen
usw.
Kooperationspartner
KOMED-München (www.komed-muenchen.de)
und INPUT e.V.
Aufbau
der Ausbildung, Kursblöcke und
Termine in der Übersicht
Die
Zusatzausbildung Mediation umfasst
folgende Bestandteile
- 160 Seminarstunden (120 davon entfallen
auf Grundlagen der Mediation, 40 auf
spezifische Einsatzgebiete bzw. auf
Vertiefungsseminare in speziellen
fachlichen Feldern der Mediation wie
z.B. Arbeitsplatzmediation, Trennungs-
und Scheidungsmediation, Schulmediation)
- 20 Stunden kollegiale Beratung/Intervision
(selbstorganisiert, kostenfrei)
- 30 Stunden Supervision (Voraussetzung
(nur) für die Teilnehmer/-innen,
welche die Zertifizierung durch den
Bundesverband Mediation BM e.V. anstreben
Inhalte
der Kursblöcke
Modul 1. Mediation? Was ist
das? (3,5 Tage)
11.02. – 14.02.2010 (Do-So)
Modul 2. Kultur des Streitens/Die
Illusion der Neutralität
(3,5 Tage)
29.04. – 02.05.2010 (Do-So)
Modul 3. Alle reden von Gesprächsführung!
Doch wer tut es? (3,5 Tage)
15.07. – 18.07.2010 (Do-So)
Modul 4. Mobbing und andere
Nettigkeiten. Mediation am Arbeitsplatz
(3 Tage)
27.09. – 29.09.2010 (Mo-Mi)
Modul 5. Macht, Liebe, Geld?!
Trennungs- und Scheidungsmediation
(3 Tage)
29.11. – 01.12.2010 (Mo-Mi)
Modul 6. System. Arbeiten
am Beispiel Schule. Mediatoren statt
Gladiatoren (3 Tage)
14.02. – 16.02.2011 (Mo-Mi)
Modul 7. Abschlusskolloquium:
„Hier steh’ ich und will
nicht anders!“ (3,5
Tage)
05.05. - 08.05.2011 (Do-So)
Inhalte
und Themen der einzelnen Module
Modul
1 Mediation? Was ist das?
• Sinn und Zweck der Mediation
• Chancen und Grenzen der Mediation
• Arbeitsformen und Methoden
der Mediation
• Phasenmodell der Mediation
• Einsatzgebiete der Mediation
• Theorie des Konflikts; verschiedene
Konfliktformen
• Erstgespräche und Kontraktgestaltung
in der Mediation
Modul
2 Kultur des Streitens (Konfliktstrategien)/Die
Illusion der Neutralität
- Funktion und positive Aspekte des
Konflikts
- Das Harvard-Konzept: Verhandlungsoptionen
und -übungen
- Modell der Konflikteskalation und
-deeskalation
- Psychosoziale Fallen und kognitives
Dilemma
- Definition und Verständnis
von Neutralität und Allparteilichkeit
- Vereinnahmungstendenzen in der Mediation
und mögliche Interventionen
- Neutralität im eigenen Normen-
und Wertesystem
- Wut- und Ärgermanagement
- Akquise von Fällen
Modul
3 Alle reden von Gesprächsführung!
Doch wer tut es?
• Axiome, Methoden und Fragetechniken
der (systemischen) Gesprächsführung
• Gesprächshaltung, Selbst-
und Fremdwahrnehmung
• Menschenbild und Methoden
der klientenzentrierten Gesprächsführung
• Kommunikationsmodell nach
Schulz von Thun
• Gesprächsführung
„in Bewegung“: Freude
an der Lösungsorientierung mit
kreativ-analogen Methoden
• Vertrauensbildende Maßnahmen,
Körpersprache und Rapport
• Mediationsrollenspiele und
kollegiale Beratung
Modul
4 Mobbing und andere Nettigkeiten.
Mediation am Arbeitsplatz
• Mobbing, Definition und Abgrenzung
von Arbeitsplatzkonflikten
• Arbeitsplatzkonflikte –
Ursachen und Formen
• Rollenklärung
• Wirkprinzipien und hierarchische
Einbindung von Arbeitsplatzkonflikten
• Arbeitsplatzkonflikte als
spezifisches Arbeitsfeld der Mediation:
systemischer Hintergrund und Auftragsklärung
• Arbeit an Fällen der
TeilnehmerInnen (Fallbesprechungen)
• Dienst-/Betriebsvereinbarungen
und Mediation; innerbetriebliche Schlichtungsmodelle
• Arbeitsrechtlicher Hintergrund
bei Konflikten/Mobbing
Modul
5 Macht, Liebe, Geld? (Trennungs-
und Scheidungsmediation)
• Lebenszyklen und Krisen in
der Partnerschaft
• Trennungsphasen und die Frage
von Schuld im Partnerschaftskonflikt
• Belastungen und Dynamik von
Trennung, sowie die Wirkung auf den
Mediationsprozess verstehen
• Aspekte des Ehe-/Familienrechts
in der Trennungs-/Scheidungsmediation
• Mediationsphasen in der Trennungs-
und Scheidungsmediation
• Eigenerfahrung: mögliche
Blockaden, Umgang mit heftigen Emotionen
• Wie Kinder Trennung und Scheidung
erleben und bewältigen können
• Mediationsrollenspiele
Modul
6 Systemisches Arbeiten in der Mediation
(am Beispiel Schule): Mediatoren statt
Gladiatoren. Mediation in der Schule
• Zum Wirkgefüge von Organisation
und Mediation
• System Schule und Schulkultur
• Prinzipien und Arbeitsansätze
der systemischen Organisationsentwicklung
für die Mediation
• Besonderheiten in der Mediation
mit Kindern und Jugendlichen
• Peer Education und Peer Mediation
– Streitschlichtermodelle exemplarisch
als systemische Schulentwicklung verstanden
und praktiziert
• Phasen der Etablierung von
Schülerstreitschlichtungsprojekten
• Eignung, Auswahl, Ausbildung
und Coaching der Peer MediatorInnen
• Chancen und Grenzen von Schulmediation
Modul
7 Abschlusskolloquium: „Hier
stehe ich und will nicht anders“
• Eigene Standortbestimmung
und Perspektiven als MediatorIn
• Best of: Methodenkoffer der
Mediation
• Die Gestaltung von Abschlüssen
und Abschieden in der Mediation
• Besprechung/Auswertung der
geleisteten Fallarbeit und -dokumentationen
• Feedback der AusbilderInnen
zu Persönlichkeit, Stärken
und Potential der TeilnehmerInnen
• Evaluation der Gesamtausbildung
• Aushändigung der Teilnahmebescheinigungen
oder Zertifikate
Methoden
Methodisch liegt uns eine lebendige,
aktivierende und erfahrungsorientierte
Weiterbildungsarbeit am Herzen, die
in interessanter Abwechslung von theoretischer
Wissensvermittlung, praktischen Übungen,
Rollenspiel, Planspiel, Skulpturarbeit,
Kleingruppenarbeit, Plenumsdiskussion
etc. lebt. Aufgrund der fundierten
Qualifikationen der Referentinnen
und Referenten werden Grundlagen und
Methoden insb. aus der Systemtheorie,
der humanistischen Psychologie (Familientherapie,
Transaktionsanalyse, non-direktive
Gesprächsführung), der Organisationsentwicklung
und dem kreativ-analogen Arbeiten
vermittelt und angewandt. In sieben
Seminaren werden, auf den Erfahrungen
der TeilnehmerInnen aufbauend, die
methodischen Aspekte der Mediation,
verschiedene Einsatzgebiete, zivilrechtliche
Fragestellungen der Mediation und
die Persönlichkeit des Mediators/der
Mediatorin eine zentrale Rolle spielen.
Die Ausbildung umfasst vier 3,5-tägige
und drei dreitägige Seminare
und fokussiert im Curriculum die Wechselbeziehungen
des TZI-Dreiecks von Person –
Thema – Kontext/Wir.
Referentinnen
und Referenten
- Georg Vogel: Mediator und Ausbilder
für Mediation BM, Dipl.-Sozialpädagoge
(FH), Familientherapeut (DGSF), Supervisor
(DGSv); Referent in den
Modulen 1-7 und Seminarleitung; siehe
auch: www.vogel-supervision.de
- Jan Haschl, Dipl.-Päd., Supervisor
(DGSv), Lehrsupervisor, Mediator und
Ausbilder
für Mediation BM, Referent bei
den Modulen 2 und 7
- Angela Maier, Dipl.-Sozialpädagogin
(BA), Supervisorin (DGSv) und Lehrsuper-
visorin, Mediatorin und Ausbilderin
für Mediation BM, Psychodramaleiterin,
Referentin beim Modul 1
- Iris Fillie Utz, Dipl.-Sozialpädagogin,
Familien-/Paartherapeutin, Mediatorin
(BAFM),
Supervisorin, Referentin bei Modul
5
Abschluss:
Teilnahmebescheinigung und/oder ZertifikatDie
TeilnehmerInnen, die aktiv an allen
Seminaren teilgenommen haben, erhalten
eine ausführliche Teilnahmebescheinigung.
Das Zertifikat von KOMED können
darüber hinaus diejenigen erlangen,
die zudem drei Falldokumentationen
abgegeben sowie erfolgreich am Abschlusskolloquium
teilgenommen haben. Individuell kann
damit bzw. auf der Basis dieses Zertifikats
dann auch (nach zusätzlicher
Absolvierung von 30 Std. Supervision)
die Zertifizierung durch den Bundesverband
Mediation e.V. (Bedingungen: siehe
unter www.bmev.de) beantragt werden.
Organisatorisches:
Kosten, Voraussetzungen, Ort, Zeiten
Leitung
und Organisation
Georg Vogel, KOMED-München, Mediator
und Ausbilder für Mediation BM,
Dipl.-Sozialpädagoge (FH), Familientherapeut
(DGSF), Supervisor (DGSv), Brucknerstr.
24, 81677 München, Tel. 089/74793004,
GeorgVogel@t-online.de, www.komed-muenchen.de
Kosten
2985,00 Euro (ohne Supervision); ermäßigt:
2355,00 Euro (ohne Supervision). Der
ermäßigte Teilnahmebetrag
gilt nach Absprache zum Beispiel für
Alleinerziehende, Teilzeitkräfte,
Arbeitslose, BerufswiedereinsteigerInnen.
Der Betrag ist zu bezahlen in drei
Raten a 995,00 Euro (ermäßigt:
785,00 Euro) zum 01.02.2010, 01.09.2010
und 01.02.2011. Die Zertifizierung
bei KOMED kostet 50,00 Euro Bearbeitungsgebühr.
Für die TeilnehmerInnen an Einzelseminaren
beträgt der Preis je Seminar
425,00 Euro (ermäßigt:
335,00). Die Bankverbindung lautet:
Georg Vogel, BB Bank München,
BLZ 660 908 00, Kontonummer 10147036
Teilnahmevoraussetzungen
Mindestens 3-jährige Berufserfahrung
in einem pädagogischen, psychologischen,
juristischen, volks-/betriebswirtschaftlichen,
beraterischen oder verwandten Beruf,
Bereitschaft zur Eigenerfahrung, Teilnahme
an einem kostenlosen Vorgespräch
zum Kennenlernen und zur Erwartungsabklärung.
Ort
München (zentral und S-Bahn-Bereich).
Die genauen Seminarorte werden spätestens
vier Wochen vor Beginn der Ausbildung
mitgeteilt.
Seminarzeiten
9.30 bis 17.30 Uhr; bei den 3,5-tägigen
Seminaren am Schlusstag bis ca. 14.00
Uhr.
Es gibt keine Abendeinheiten.
Information
und Anmeldung
Information
Weitere Informationen erhalten Sie
von G. Vogel, KOMED-München (Adr.,
Tel. etc. siehe Anmeldung). Ein kostenloser
Informationsabend zur Ausbildung findet
am 26.11.2009 um 18.30 Uhr in der
Supervisionspraxis G. Vogel, München,
Weißenburgerplatz 1, statt.
Bitte vorher telefonisch unter 089/74793004
anmelden und einen Platz reservieren!
Die Plätze sind begrenzt. Daneben
können Sie aber auch jederzeit
einzeln ein kostenfreies persönliches
Vor-/Infogespräch vereinbaren.
Anmeldung
Anmeldungen an: G. Vogel, KOMED-München,
Brucknerstr. 24, 81677 München,
Tel. 089/74793004, per Fax: 089/76759794,
per mail: GeorgVogel@t-online.de oder
im Internet mit Anmeldeformular unter
www.komed-muenchen.de. Die Anmeldungen
werden in der Reihenfolge des Eingangs
berücksichtigt. Die Anmeldung
wird verbindlich/gültig mit der
Überweisung der ersten Rate,
spätestens 4 Wochen vor Beginn
der Ausbildung. Bei kurzfristiger
Absage (kürzer als 2 Wochen vor
der Ausbildung) ist die Hälfte
der 1. Rate als Ausfallgebühr
fällig. Die gleiche Regelung
gilt für Besucher von Einzelseminaren:
Wer kurzfristig (kürzer als 2
Wochen vor dem Seminar) absagt, hat
die Hälfte der Seminargebühr
als Ausfallgebühr zu entrichten.
Wir bitten hierfür um Ihr Verständnis!
Anmeldeschluss: 14. 1. 2010
|
 |