Klient*innen motivieren trotz Zwangskontext

Systemische Lösungen

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Gerade im psychosozialen Bereich gibt es häufig Klient*innen, die eine Beratung nicht freiwillig aufsuchen. Grund hierfür können Weisungen von einer „dritten Instanz“ (z. B. Jugendamt, Familiengericht) sein, ein von der Fachkraft selbst erstellter Zwangskontext oder auch eine ambivalente Motivation der Klient*innen.

Für die Fachkraft stellt sich die Frage, wie es gelingen kann, bei diesen Klient*innen Mitwirkung, eigene Ziele und Themen zu aktivieren und dabei selbst angemessen neutral zu bleiben.

In diesem Seminar werden die Dynamiken in der Arbeit mit Zwangskontexten und mit unfreiwilligen Klient*innen reflektiert und konkrete Handlungsmöglichkeiten vorgestellt. Es wird Bezug genommen auf den systemisch-lösungsorientierten Beratungsansatz.

Inhalte

  • Reflexion der eigenen Rollen (Unterstützung/Kontrolle) mit dem Ziel einer erhöhten Rollenklarheit für den Beratungsprozess
  • Zwischen Helfen und Kontrollieren – konstruktive Nutzung von Zwangskontexten
  • Auftragsklärung bei Dreieckskontrakten
  • Vorgehensweisen der systemisch-lösungsorientierten Beratung, z. B. Herausarbeiten von eigenen Zielen, Suche nach „guten Gründen“, Fokussierung auf Selbstwirksamkeit, Umgang mit Ambivalenzen, Übernahme von Verantwortung für eigene Entscheidungen

Methoden

Inputs, Übungen, Fallsituationen der Teilnehmenden, Präsentation und Reflexion methodischer Vorgehensweisen

Bernd Neuhoff

Sozialpädagoge, Systemischer Therapeut und Supervisor; Schwerpunkte: Arbeit mit Familien in Krisensituationen, Aufsuchende Familientherapie, Experte für die Einschätzung und Bearbeitung von Kindeswohlgefährdungen

  • Termin
    Mi, 10.05.2023 - Do, 11.05.2023
    09:30 - 17:30
  • Ort
    München
  • Referent*innen
    Bernd Neuhoff
  • Teilnehmer*innen max.
    16
  • Anmeldeschluss
    29.03.2023
  • Preis
    320,00
  • Fortbildungsnummer
    F23/29

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