Psychisch kranke und schwer erreichbare Eltern

Eltern-Kind-Dynamik – pädagogische Arbeit mit den Kindern – Elterngespräche

Noch genügend Plätze vorhanden

Die psychische Erkrankung eines Elternteils stellt für die Betroffenen und in besonderem Maße für die Kinder eine äußerst belastende und schwierige Situation dar. Dies gilt auch für Eltern „ohne Diagnose“, die schwer belastet sind, sich bspw. in einem Erschöpfungszustand befinden oder stark auffällig verhalten.
Eine defizitäre Persönlichkeitsstruktur und/oder Traumatisierung, begleitet von Unsicherheit, Ängsten und Ambivalenzen des Elternteils schlagen sich im Verhalten dem Kind gegenüber genauso nieder, wie eine belastende sozialökonomische Situation. Die Kinder reagieren auf inkonsistente Beziehungserfahrungen mit einer Vielzahl von Verhaltensauffälligkeiten. Die Wechselwirkung gegenseitiger negativer Beeinflussung verschärft die Problematik zwischen Eltern und Kind sowie die Beziehung der Eltern untereinander, so dass der Schutz und Sicherheit gewährende Rahmen für eine gesunde Entwicklung des Kindes gefährdet sein kann.
In diesem Seminar werden Grundlagen vermittelt und praktische Handlungsmöglichkeiten reflektiert. Der Schwerpunkt liegt auf dem Verstehen der Eltern-Kind-Dynamik und wird ergänzt um ressourcenorientierte Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder und Gesprächsführung mit den Eltern.

Inhalte

  • Einführung in häufige psychiatrische Krankheitsbilder und deren Symptomatik 
  • Auswirkungen der speziellen Psychodynamik auf die Eltern-Kind-Interaktion, die Bindung und auf die psychosoziale und emotionale Situation der betroffenen Kinder 
  • Protektive Faktoren, ressourcenorientierte Unterstützung 
  • Versorgungsangebote und Vernetzungsmöglichkeiten 
  • Interventionsmöglichkeiten anhand von Fallbeispielen 
  • Elterngespräche professionell führen 
  • Bausteine aus Gesprächsführungstechniken, wie „gewaltfreie Kommunikation“ oder „motivational interviewing“

Ziele

Basiswissen zum Thema erwerben, typische Dilemmata erkennen und einsortieren, spezifische Interventionsmöglichkeiten ableiten und anwenden können, Gesprächstechniken für den Elternkontakt erlernen/vertiefen, durch Üben Sicherheit erwerben

Methoden

Impulse, Diskussion, Fallarbeit, stellvertretende Wahrnehmung, Interventionsmöglichkeiten und Gesprächssequenzen erleben/ausprobieren

Susanne Biebl

Sozialpädagogin, Systemische Supervisorin und Coach; Trainerin für Stressmanagement, Ausbildung in hypnotherapeutischer Kommunikation; langjährige Erfahrung in der Jugendarbeit und in der ambulanten Psychiatrie und Suchthilfe (bfz und FTZ); aktuelle Tätigkeiten: Teamentwicklung, Team- und Fallsupervison, Fortbildungen und Workshops

  • Termin
    Mo, 04.11.2024 - Mi, 06.11.2024
    09:30 - 17:30
  • Ort
    München
  • Referent*innen
    Susanne Biebl
  • Teilnehmer*innen max.
    16
  • Anmeldeschluss
    20.09.2024
  • Preis
    470,00
  • Fortbildungsnummer
    F24/100

Weitere Kursempfehlungen

Je früher, desto besser!

Erste Intervention bei Verhaltenssüchten und missbräuchlichem Alkoholkonsum

NEU: Selbstwirksamkeit fördern - soziale und pädagogische Arbeit wirksam gestalten

Beziehungsaufbau, Auftragsklärung, Zielplanung