Scham ist eine universelle, zugleich häufig tabuisierte Emotion. Sie entsteht, wenn wir das Gefühl haben, den eigenen Werten oder den Erwartungen anderer nicht zu genügen. Während akute Scham Orientierung geben kann, führt chronische Scham oft zu Rückzug, Selbstabwertung und dem Gefühl, nicht zu genügen. Betroffene wären gerne „unsichtbar“ oder möchten „im Erdboden versinken“.
Wenn wir erkennen, dass chronische Scham meist weniger mit persönlichem Versagen als mit frühen Erfahrungen mangelnder Resonanz zusammenhängt, kann mehr Mitgefühl für uns selbst und für andere entstehen.
Die Verbindung aus Grundlagen und praktischen Übungen lädt dazu ein, Scham nicht nur besser zu verstehen, sondern neue Perspektiven und Handlungsspielräume zu entwickeln – hin zu mehr Selbstverbundenheit, Lebendigkeit und professioneller Souveränität.
Inhalte
- Scham und Schuld
- Entstehung und Entwicklung eines schambesetzten Selbstbildes
- Natürliche und toxische Scham
- Masken der Scham
- Wege zur Auflösung chronischer Scham
Ziele
Das Gefühl „Scham“ verstehen, Scham bei Klient*innen und bei sich selbst erkennen, Handlungsspielräume erweitern
Methoden
Input, selbsterkundende Übungen, Reflexion
Zielgruppe
Päd./psych.soz. Fachkräfte
