Kinder in Not senden Signale, die jedoch nicht selten übersehen oder falsch eingeordnet werden. Für Kinderschutzfachkräfte besteht die Herausforderung darin, Beobachtungen fachlich fundiert zu bewerten, Hypothesen zu entwickeln und reflektiert zu überprüfen statt vorschnell Schlüsse zu ziehen.
Das Vertiefungsseminar richtet sich an bereits ausgebildete Kinderschutzfachkräfte, die ihre Kenntnisse auffrischen und ihre diagnostische Sicherheit bei der Einschätzung möglichen Missbrauchs erweitern möchten. Im Kern geht es dabei um die Unterscheidung zwi-
schen entwicklungsbedingten Auffälligkeiten, Belastungsreaktionen und gewichtigen Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung.
Inhalte
- Aktuelle Erkenntnisse zu körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt gegen Kinder
- Warnsignale und Auffälligkeiten bei Kindern verschiedener Altersgruppen differenzialdiagnostisch analysieren
- Täter*innenstrategien erkennen
- Gesprächsführung mit Kindern bei ersten Hinweisen
- Vorgehen bei unklaren Verdachtsmomenten
Methoden
Input, Arbeit mit anonymisierten Fallvignetten, Diskussion aktueller Fragestellungen aus der Praxis
Hinweis
Teilnahmevoraussetzungen: Für Absolvent*innen der Weiterbildung zur Fachkraft im Kinderschutz (mit oder ohne Zertifizierung zur IseF) und für Teilnehmende mit einer vergleichbaren Vorbildung
