Immer mehr Kinder und Jugendliche erleben psychische Belastungen und seelische Krisen. Pädagogische Fachkräfte stehen dadurch zunehmend vor der Herausforderung, Auffälligkeiten frühzeitig einzuordnen und angemessen zu handeln.
Dieser Zertifikatskurs vermittelt fundiertes Wissen über häufige Verhaltensauffälligkeiten und psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter sowie konkrete Handlungsstrategien für die pädagogische Praxis.
Dabei wird unterschieden, wann es sich um altersentsprechendes Verhalten, um eine (bereits manifestierte) Verhaltensauffälligkeit oder um eine psychische Störung handelt. Gleichzeitig wird deutlich, wie pädagogisches Handeln, die Förderung seelischer Gesundheit und ein unterstützendes Umfeld dazu beitragen können, Belastungen frühzeitig positiv zu beeinflussen und einer Verfestigung entgegenzuwirken. Im Fokus stehen unter anderem Angststörungen, Depressionen, Zwänge, Aggression, selbstverletzendes Verhalten sowie Formen von Neurodivergenz wie Aufmerksamkeitsstörungen/ADHS und Autismus-Spektrum-Störungen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit Eltern sowie der Frage, wann zusätzliche fachliche Unterstützung sinnvoll ist.
Neben grundlegendem Input und wichtigem pädagogischem Handwerkszeug bietet die Zusatzqualifikation Raum für Austausch, Reflexion und die Bearbeitung von Praxisfällen.
Inhalte
- Modul 1 (19.–21.01.2028): Grundlagen – Entstehung von Verhaltensauffälligkeiten/psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen, seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, entwicklungspsychologische Grundlagen, Risiko- und Schutzfaktoren, päd. Haltung und Abgrenzung zur therapeutischen und psychiatrischen Perspektive; Angst, Depression, Mutismus, Zwang – Grundlagen, Entstehungsursachen, päd. Haltung und Intervention, Schutz-/Risikofaktoren im System, Fallbeispiele und päd. Handeln
- Modul 2 (06.–08.03.2028): Aufmerksamkeitsstörungen/ADHS, Aggression, selbstverletzendes Verhalten – Grundlagen, Entstehungsursachen, päd. Haltung und Intervention, Schutz-/Risikofaktoren im System, Fallbeispiele und päd. Handeln; Zusammenarbeit mit Eltern und Familiensystemen – Bedeutung von Familie und Bindung, systemische Perspektive, Beratung und Unterstützung, Umgang mit unterschiedlichen elterlichen Reaktionen, Kooperation zwischen Familie und Institutionen
- Modul 3 (09./10.05.2028, online ): Autismus-Spektrum-Störung – Grundlagen, Entstehungsursachen, päd. Haltung und Intervention, Schutz-/Risikofaktoren im System, Fallbeispiele und päd. Handeln
- Modul 4 (07.07.2028): Abschlusskolloquium
Ziele
Sie gewinnen einen umfassenden Überblick über die wichtigsten psychischen Störungen und Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter sowie über Risiko- und Schutzfaktoren für die psychische Gesundheit bei Kindern (ab 3 Jahren) und Jugendlichen. Sie setzen sich mit ihrer eigenen professionellen Haltung auseinander, lernen Anzeichen psychischer Auffälligkeiten zu erkennen und einzuordnen, pädagogische Settings passend zu gestalten sowie lösungs- und ressourcenorientiert zu handeln. Neben professionellem Fallverstehen und strategischer päd. Intervention erwerben Sie wichtige Kompetenzen für die Zusammenarbeit mit Eltern und Familiensystemen und können einschätzen, wann an andere Expert*innen weiter verwiesen werden muss.
Methoden
Input, Gruppenarbeit, Fallarbeit (gerne eigene Fälle einbringen), Filmbeispiele, Reflexion
Hinweis
Frühbucherpreis bei Anmeldung bis zum 27.10.2027: € 1.680,-
Zielgruppe
Pädagogische Fachkräfte der Kinder-/Jugend- und Familienhilfe aus stationären, teilstationären und ambulanten Einrichtungen, päd. Fachkräfte der Erziehungsberatung, aus Kindertagesstätten und Schulen sowie aus medizinischen und therapeutischen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche
Bestandteile
Der Zertifikatskurs umfasst insgesamt 9 Seminartage, davon 7 Tage in Präsenz und 2 Tage online, sowie eine FallpräsentationFallpräsentation Die Teilnehmenden präsentieren am Ende des Zertifikatskurses einen Fall aus ihrer praktischen Tätigkeit. Im Vorfeld wird ein schriftliches Kurzkonzept für die Fallpräsentation erstellt, aus dem die Verbindung theoretischer Kenntnisse mit praktischem pädagogischem Handeln deutlich wird.
Teilnahmevoraussetzung
Studium der Sozialen Arbeit oder Abschluss als staatlich geprüfte/staatlich anerkannte Erzieher*in oder Heilpädagog*in oder vergleichbarer Abschluss; aktuelle berufliche Tätigkeit als Fachkraft in den genannten Feldern der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen; mind. drei Jahre Berufserfahrung; Bereitschaft, die eigene Praxis in die Seminarmodule einzubringen
Zertifikat
Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat von INPUT e.V.
Anmeldung
Anmeldung über die INPUT-Website (incl. Lebenslauf und Motivationsschreiben)
Infotermin
Online-Infotermin für Interessierte: 30.09.2027, 17:00 bis 18:00 Uhr; Anmeldung dafür bitte bis 23.09.2027 an kooperationen@inputseminare.de
Vorteile der INPUT-Zusatzqualifikation
- Unsere erfahrenen Referent*innen schaffen eine intensive Lernatmosphäre in einer kleinen Seminargruppe für Sie.
- Sie werden praxisnah begleitet und die Vermittlung von Kompetenzen orientiert sich an Ihren Bedürfnissen.
- Unsere Arbeitsmaterialien erleichtern den Transfer in die Praxis für Sie.
- Bei INPUT ist der fachliche und persönliche Austausch in der Seminargruppe ein wichtiger Bestandteil des Lernens.
- Bei INPUT bilden Sie sich beruflich und persönlich weiter!
- Durch den Austausch und den gemeinsamen Raum der Wertschätzung werden Sie in Ihrem Berufsalltag gestärkt.
- Bei INPUT haben Sie eine*n persönlichen Ansprechpartner*in für Ihre Anliegen!
- Die Seminare in Präsenz finden an zentralen Orten in München statt, die öffentlich gut zu erreichen sind.
